RTA-Vision-Wellness-Untersuchung

Die Hauptursachen irreversibler Erblindung – Glaukom, diabetische Retinopathie und altersbedingte Makula- Degeneration – machen sich im Frühstadium weder durch Schmerzen noch durch andere Symptome bemerkbar.

Früherkennung ist entscheidend.


Warum ist die frühzeitige Erkennung von Augenerkrankungen wichtig?

Die Hauptursachen irreversibler Erblindung – Glaukom, diabetische Retinopathie und altersbedingte Makula- Degeneration – machen sich im Frühstadium weder durch Schmerzen noch durch andere Symptome bemerkbar. Aber je später sie diagnostiziert werden, desto schlechter sind die Heilungschancen. In vielen Fällen kann der Verlust des Augenlichts durch frühzeitige Erkennung verhindert werden. Routineuntersuchungen, wie etwa die Untersuchung des Augenhintergrundes, tragen dazu bei, einem Nachlassen der Sehkraft vorzubeugen und können häufig sogar eine teilweise oder vollständige Erblindung verhindern.

Was Sie über die Augenkrankheit Glaukom wissen sollten!

Das Glaukom (Grüner Star) beschädigt den Sehnerv, also das aus Nervenfasern bestehende „Kabel“, das die Bilder vom Auge zum Gehirn transportiert. Glaukom ist häufig mit einem erhöhten Augeninnendruck verbunden, der durch die Ansammlung von Kammerwasser im vorderen Bereich des Auges entsteht. Das Glaukom ist eine schleichende Krankheit, die sich lange Zeit nicht bemerkbar macht. Nach und nach gehen jedoch das periphere Sehen und Inseln im zentralen Gesichtsfeld verloren. Wenn ein Glaukom nicht behandelt wird, schreiten diese Einbußen bis zur völligen Erblindung voran. Durch eine Früherkennung des Glaukomes bestehen heutzutage sehr gute Behandlungschancen.

Was ist diabetische Retinopathie (DR)?

Die diabetische Retinopathie wird durch die Schädigung der winzigen Blutgefäße der Netzhaut verursacht, dem lichtempfindlichen Nervengewebe an der hinteren Augeninnenseite. In den einzelnen Krankheitsstadien äußert sich die DR auf sehr unterschiedliche Weise. In den frühen, meist behandelbaren Phasen treten oftmals weder visuelle Symptome noch Schmerzen auf.
Häufig macht sich die DR erst in einem späten Stadium bemerkbar. Zu den Symptomen gehören u. a. winzige, durch das Gesichtsfeld gleitende Flecken, zum Teil auch verschwommenes Sehen. Durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung kann der Verlust der Sehkraft verhindert werden. Eine Untersuchung auf Retinopathie ist daher äußerst wichtig.

Was ist altersbedingte Makula-Degeneration (AMD)?

Bei der AMD wird die Netzhautmitte, die Stelle des schärfsten Sehens, ohne die wir weder lesen noch Auto fahren können, allmählich abgebaut. Sie tritt in einer trockenen (nichtneovaskulären) und einer feuchten (neovaskulären) Form auf. Etwa 85 – 90 % der Patienten leiden unter trockener AMD. Die feuchte Form tritt plötzlich auf und schädigt die Sehkraft dramatisch. Das Hauptsymptom ist ein Verschwimmen oder Verblassen des Gesichtsfeldzentrums. Verzerrtes Sehen kann das erste Anzeichen einer feuchten AMD sein. Dabei erscheinen Gegenstände kleiner, als sie sind, und gerade Linien werden verbogen wahrgenommen. Im Gesichtsfeldzentrum kann ein leerer oder blinder Fleck auftreten. Eine Behandlung in den frühesten Phasen bietet bessere Erfolgsaussichten.

Was ist die RTA-Vision-Wellness-Untersuchung?

Der RTA, ein Untersuchungsgerät neuester Technologie, dient zur Früherkennung von Veränderungen in der Netzhaut und des Sehnervs. Diese präventive Untersuchung hilft Ihnen, Ihre Gesundheit und Ihr Augenlicht zu erhalten. Der RTA fotografiert und prüft den Augenhintergrund und wandelt die Daten in Farbfotos sowie zwei- und dreidimensionale Karten der Netzhautdicke und der Sehnerv Topographie um. Anhand dieser Karte können anatomische Veränderungen durch Krankheiten an der Netzhaut oder dem Sehnerv erkannt werden. Außerdem ermöglicht der RTA eine zuverlässige Beobachtung des Krankheitsverlaufs.

Was erwartet mich bei der Untersuchung?

Sie sitzen bequem vor dem RTA, wobei Ihr Kinn auf der Kinnstütze ruht. Die Untersuchung dauert ca. 10 Minuten pro Auge und erfordert weder eine Pupillenerweiterung noch physischen Kontakt mit Ihrem Auge. Solange der RTA den Augenhintergrund prüft und fotografiert, wird Ihr Auge kurzzeitig mit einem hellen Licht bestrahlt.

Was untersucht der RTA noch?

„Das Auge ist der Spiegel der Seele.“

Das Auge ist das einzige Organ, in dem kleine Blutgefäße ohne chirurgischen Eingriff direkt betrachtet werden können. Die Blutgefäße im Auge sind gewissermaßen der Repräsentant aller Blutgefäße im Körper und können über verschiedene Krankheitsbilder Aufschluss geben. Zum Beispiel kann anhand des Arterien-Venen-Verhältnisses (A/V-Verhältnis) – neben anderen Parametern – das Schlaganfallrisiko eingeschätzt werden.*

Der RTA berechnet anhand der digitalen Fotografie des Auges das Durchschnittsverhältnis von Arterien und Venen. Lassen Sie Ihr A/V-Verhältnis mit dem RTA messen.

* Wong et al.: Lancet 2001.

Diese Untersuchung ersetzt NICHT den Besuch bei Augenarzt.